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Kurs für Nachbarschaftsberater startet am 30. März
Das Zuwanderungs- und Integrationsbüro (ZIB) bildet ab dem 30. März zwölf Frauen und vier Männer zu interkulturellen Nachbarschaftsberatern aus. Die Berater sollen zukünftig hauptamtliche Akteure in den Stadtteilen unterstützen, wenn es etwa zu Konflikten in der Nachbarschaft oder zwischen Bürgern und Institutionen kommt. Sie stammen aus der Türkei, Russland, Marokko, Polen, Griechenland, Liberia, Frankreich und der Ukraine.
An dem Lehrgang nehmen Personen teil, die sich in der deutschen Gesellschaft sicher bewegen und die das Potenzial besitzen, zwischen verschiedenen Interessen und Persönlichkeiten zu vermitteln. Die Kursleitung hat Diplom-Psychologin Ferah Aksoy-Burkert, ABconsulting St. Ingbert, übernommen. Sie hat das Schulungskonzept im Auftrag der Landeshauptstadt entwickelt.
Vor zwei Jahren hat das ZIB bereits erfolgreich so genannte Sprachmittler ausgebildet. Sie werden dann herangezogen, wenn es um wichtige Elterngespräche im Kindergarten oder Gespräche in Beratungsstellen geht und sprachliche Barrieren überwunden werden müssen. Die Nachbarschaftsberater sollen diesen Personenpool ergänzen.
Die Schulung findet im Rahmen des Modellprojektes IBIS statt und umfasst insgesamt 100 Stunden, aufgeteilt auf mehrtägige Blockseminare. Sie endet im Juni mit einer Abschlussprüfung. Auf dem Lehrplan steht unter anderem, wie Gespräche konstruktiv geführt und Konflikte entschärft werden können, wie sich die eigene Kultur in der Migration verändert und was Integration für den einzelnen Menschen bedeutet. Außerdem lernen die Teilnehmer verschiedene Institutionen und deren Aufgaben kennen. Informiert wird über die Arbeit der Stadtverwaltung, das Jugendamt, die Siedlungsgesellschaft, die Polizei sowie die Gemeinwesenprojekte in den Stadtteilen.
IBIS will bis Ende 2009 mit verschiedenen Projekten Formen der Bürgerbeteiligung entwickeln und die Beteiligung von Migranten in den Saarbrücker Stadtteilen stärken. IBIS bedeutet „innovative Beteiligungsformen in multiethnischen Stadtteilen und interkulturelle Öffnung im Gemeinwesen”. Beteiligt sind unter anderem Gemeinwesenprojekte, Migrationsdienste von Caritas und Diakonischem Werk sowie die Forschungs- und Transferstelle Gesellschaftliche Integration und Migration (GIM) der Hochschule für Technik und Wirtschaft.
Das Zuwanderungs- und Integrationsbüro (ZIB) der Landeshauptstadt Saarbrücken koordiniert und leitet das Projekt. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung fördert das Modellvorhaben im Rahmen des Programms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau” (ExWoSt) mit 90 000 Euro. IBIS läuft seit Juli 2008.
Weitere Informationen gibt es bei Veronika Kabis, Tel. (06 81) 905 15 59, sowie im Internet unter www.zib.saarbruecken.de.




